PR 1.0 - von Ordnung keine Spur!

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Allzu sporadisch!
Hier arbeiten keine Professionals. Die Personen, die hier bei der Durchführung von Maßnahmen aktiv werden, verfügen meist über keine spezifische Kommunikations-Ausbildung oder gar sozialwissenschaftliche Qualifikation. Sie müssen ohne Konzeption auskommen und behelfen sich mit Checklisten und Maßnahmen-„Rezepten“, die sie unsystematisch aus vielerlei Quellen beziehen.
In Unternehmen betrieben, muss die Kommunikation dieses Modells von Mitarbeitern „nebenher“ oder in der Freizeit erledigt werden. Kosten werden aufgrund von „Bordmitteln“ getragen – meist gibt es keine längerfristige Etatbildung für Kommunikations-Projekte.
Die Folgen der realisierten Maßnahmen auf Meinungsbildungs-Prozesse sind gering. Die größten Risiken der hier realisierten Kommunikation liegen in Wirkungslosigkeit und in der Verschwendung von Ressourcen.
Betrieben wird dieser Kommunikations-Typ von Einzelpersonen, von kleinen Unternehmen, kleine Organisationen aber auch von Abteilungen größerer Unternehmen und Institutionen.


PR 2.0 - Einfluss von oben dringt nicht durch!

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Allzu trügerische Erfolge!
Das nach diesem Modell arbeitende Personal besteht zum einen aus Mitarbeitern in Massenmedien und Medienvertretern, die Redaktionsarbeit in Medien steuern. Außerdem rekrutiert es sich aus Politikern in Parteien, Verbänden, Regierungsorganisationen usw. Aufwandsabhängig werden Teilaufgaben an „angeheuerte“ PR- und Werbe-Professionals delegiert.
Die Konzeptions-Entwicklung erfolgt als zentral geplante Kommunikations-Kampagne durch politische Führer oder Manager von Unternehmen bzw. von Wirtschaftsorganisationen. Die Maßnahmen-Umsetzung wird langfristig durch einen Stab geplant und im Einzelnen unter Nutzung landesweit verbreiteter Medien umgesetzt.
Nach dem „Machtprinzip“ umgesetzte Kommunikation verfügt durch „offizielles“ und massives Auftreten in Gesellschafts-weit verbreiteten Medien über großes Wirkungspotenzial. Allerdings ist es auch mit hohem Risikopotential verbunden: Offenbar werdende Manipulation der Bevölkerung und massives Vertreten einseitiger Interessen bleiben häufig nicht unentdeckt. Den Absendern von manipulativen Botschaften droht vor allem nachhaltiger Imageverlust.
Dieses Kommunikations-Modell ist nur für einflussreiche politische und ökonomische Player verfügbar. Beobachtbar ist es als regelmäßige und zumeist jahrelang fortgeschriebene Kommunikation politischer, wirtschaftlicher aber auch weltanschaulicher Organisationen und Verbände.



PR 3.0 - Viel bewirkt aber wenig erreicht!

Volltönend - aber auf tönernen Füßen!
Als Personal werden hier angelernte PR-Massnahmen-Abwickler in PR-Abteilungen und –Agenturen tätig. Eine allgemein verbindliche Berufsqualifikation gibt es nicht. Heute werden häufig für die Umsetzung von Standard-Maßnahmen dieses Modells weitergebildete Akademiker aus den Geisteswissenschaften tätig.
Bei der Konzeptions-Entwicklung greifen Praktiker auf vorgegebene Instrumentarien und Maßnahmen zurück, die von Medienkonzernen und ihren Verlagen sowie Medienagenturen für die Verbreitung von redaktionellen Inhalten meist gegen Entgeld vorgehalten werden. Auch Internet-gestützte Verteil-Kanäle werden extensiv genutzt.
Die Koordination von Maßnahmen erfolgt nach einem standardisierten, meist fünf- bis sechsgliedrigen Projektraster. Zum Einüben dieser strukturierten Projektabwicklung besuchen Praktiker sogenannte „Konzeptions-Kurse“ von PR-Ausbildungs-Institutionen.
Die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen-Konzepte ist durch das große, unübersichtliche Aufkommen von Inhalten in den Gesellschafts-weit verbreiteten Kommunikations-Kanälen eher gering, wenig planbar und durch „Zufallstreffer“ bestimmt.
Risiken dieses Kommunikationsmodells liegen unter anderem in explodierenden Kosten für die Auftraggeber. Häufig sind auch Bumerang–Effekte, die durch Maßnahmen ausgelöst werden: Standardisierte PR–Strategien bewirken bei Journalisten und in der Öffentlichkeit für Klienten schädliche Kritik und nähren das in der Gesellschaft weit verbreitete Misstrauen gegenüber PR-Maßnahmen.
PR 3.0 ist bei größeren Unternehmen Standard; bei kleinen Unternehmen selten; bei mittleren Unternehmen in wirtschaftlich „guten“ Zeiten anlassbezogen üblich.



Kommunikation 4.0 - Jetzt kommt die Meinungsbildung in Gang!

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Fordernd aber wirkungsvoll!
Dieser neue Kommmunikations-Typ ist aus der sozialwissenschaftlichen und wissenschaftstheoretischen Diskussion der PR-Modelle 1.0 bis 3.0. entstanden. Seine Umsetzung setzt als Personal zusammenarbeitende Konzeptions-Profis und erfahrene PR-Praktiker voraus. Konzeptions-Profis nach Maßgabe eines technologischen Approachs sind sozialwissenschaftlich Qualifizierte mit soliden Erfahrungen in der Umsetzung von Kommunikations-Maßnahmen.
Sie entwickeln Konzepte für die Meinungsbildung und die Intervention in Interaktions-Prozessen auf der Grundlage von Wirkungswissen über handhabbare Mechanismen der gesellschaftlichen Meinungsbildung.
Bei der Durchführung von Maßnahmen werden die Kommunikations-Ressourcen in der Organisation des Klienten gezielt einbezogen. Die erzielte Wirkung von Kommunikations-Maßnahmen wird durch eine flexible, verteilte Steuerung der Kommunikations-Prozesse optimiert.
Das Vorgehen im Rahmen dieses Kommunikations-Modells ermöglicht die Verfolgung legitimer Klientenbedürfnisse in der Öffentlichkeit bei gleichzeitiger Unterstützung legitimer Ansprüche von Außenstehenden im Umfeld.
Dienstleistungen zur Umsetzung dieses Ansatzes sind grundsätzlich bei Unternehmen und Institutionen aller Größen einsetzbar. Der Moderations-Ansatz ist neu und noch wenig verbreitet. Er bietet deshalb besonders großes Positionierungs-Potential im Meinungsmarkt.



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